Stellungnahme von pharmaSuisse und der GSASA zur Schliessung der pharmazeutischen Produktion von Bichsel
Der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse und der Schweizerische Verein der Amts und Spitalapotheker GSASA sind zutiefst besorgt über die angekündigte Schliessung der pharmazeutischen Produktion von Bichsel – einer Tochtergesellschaft des Galenica-Konzerns. Ein solcher Entscheid hat weitreichende Konsequenzen für die Versorgungssicherheit der Schweiz und betrifft direkt das Kerngeschäft der Spitäler.

Die Produktion von pharmazeutischen Spezialitäten durch nationale Hersteller stellt einen zentralen Pfeiler der regulären medizinischen Versorgung in der Schweiz dar. Dies wurde im Bericht der vom BAG einberufenen Expertengruppe zur Versorgungssicherheit klar festgehalten, der dem Bundesrat am 25. Oktober 2025 unterbreitet wurde.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben klar gezeigt, dass nationale Produktionskapazitäten ein entscheidender Faktor für die Krisenreaktionsfähigkeit sind. Ohne diese Kapazitäten verliert die Schweiz die Fähigkeit, rasch und eigenständig auf ausserordentliche Versorgungssituationen zu reagieren. Dies stellt ein sicherheitspolitisches Risiko dar.
pharmaSuisse und GSASA fordern Bund, Behörden und Kantone auf, die Sicherstellung kritischer pharmazeutischer Produktionskapazitäten als Bestandteil der nationalen Gesundheitsversorgung und Sicherheit zu anerkennen und entsprechende Massnahmen zu prüfen und in Kraft zu setzen. Die Versorgung mit essenziellen Arzneimitteln darf nicht ausschliesslich von wirtschaftlichen Überlegungen und internationalen Märkten abhängig sein.
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